Februar 2012

Volker Klüpfel & Michael Kobr
präsentieren

"Schutzpatron"
Kluftingers neuer Fall

Wenn Volker Klüpfel und Michael Kobr am 1. Februar nach Nürtingen kommen, ginge bei dem Andrang, der zu erwarten ist, unsere Buchhandlung, in der wir literarische Abende jeglicher Art bewältigen, aus den Fugen. Deshalb ziehen wir in den großen Saal der Nürtinger Stadthalle K3N, deshalb kündigen wir auch das Allgäuer Naturereignis jetzt schon an. Mit üblichen Lesungen hat der Auftritt dieser Allgäuer Naturtalente wenig gemein. Die beiden sind längst zu Kultfiguren geworden und bieten eine Funken sprühende Mischung aus Krimi und Comedy.

In Kluftingers neuem Fall "Schutzpatron" geht es um einen prachtvollen Burgschatz und um die Reliquie des heiligen Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus. Kluftinger soll für die Sicherung der Kostbarkeit sorgen - und das, obwohl er im Moment ganz andere Probleme hat. -
Sie werden sich herrlich unterhalten!

 

kriminalistikFebruar 2012

„Dem Täter auf der Spur“

Die Polizeihauptmeisterin Petra Müller von der Dienststelle Nürtingen
zeigt Kindern zwischen 5 und 9 Jahren, wie ermittelt wird.

Dauer der Veranstaltung: 45 Min.

Selbst der vorsichtigste Täter hinterlässt am Tatort Spuren. Das sind nicht nur Fingerabdrücke, sondern, genauso unverwechselbar, Haare, Hautabschürfungen, Schuppen.
Ein Lacksplitter am Unfallort verrät Marke und Baujahr des Fluchtautos. Kaum sichtbare Faserreste lassen Rückschlüsse auf die Kleidung des mutmaßlichen Täters zu. In mühsamer Kleinarbeit wird der Tatort abgesucht.  Reifenspuren werden gesichert. Es wird genauestens fotografiert. Zeugen müssen befragt werden, die Alibis aller Beteiligten sind zu prüfen.

Eine echte Polizistin, die Kriminalhauptwachtmeisterin Petra Müller von der Dienststelle Nürtingen weiß, wie das geht. Von ihr erfahren Kinder zwischen 5 und 9 Jahren, wie wirklich ermittelt wird.

Im Rahmen der Nürtinger Krimitage.

 

psalmFebruar 2012

Bedroht und getragen:
Psalm 145

Vikar Dr. Martin Bauspieß
Evangelische Landeskirche in Wttbg.

Im Rahmen der Ökumenischen Bibeltage 2012
der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Nürtingen

Kein anderes Buch aus dem Alten Testament wird im Neuen so oft zitiert wie der Psalter, nämlich 104 Mal. Jesus selbst ist mit Psalmenworten auf den Lippen gestorben.

Die Psalmen liehen den ersten Christen die Sprache für das Geheimnis von Person und Werk Jesu Christi. Im klösterlichen Stundengebet wurden im Verlauf der Woche alle 150 Psalmen durchgebetet. Ungezählte Menschen haben in den Psalmen Sprachbilder gefunden für ihre Wut, Verzweiflung, Hoffnung, Freude und Dankbarkeit.

Psalm 145: Ein und derselbe Psalm wird von zwei Theologen aus zwei Mitgliedskirchen der ACK Nürtingen ausgelegt.

 

Hesse/MannMärz 2012

„Herzlich verbunden“
Hermann Hesse und Thomas Mann in Briefen

Eine Collage von Rudolf Guckelsberger
und Benedikt Schregl

Auf den ersten Blick haben sie wenig gemeinsam, der schüchterne Missionarssohn aus Calw, dem zeitlebens etwas „Mönchisches“ anhaftete, und sein „aristokratischer“ Altersgenosse aus dem fernen Lübeck. Und doch sind beide, auf je eigene Weise, dominierende Gestalten der deutschen Literatur – und sie verband eine Jahrzehnte lange Freundschaft.

„Dass es zu dieser Freundschaft und Kameradschaft gekommen ist, zu einer der erfreulichsten und reibungslosesten meines Lebens, dazu musste vieles geschehen…“
(Hesse an Thomas Mann)

Die Lesung spürt der Kameradschaft dieser zweier „Brüder im Geiste“ nach: private und humorvolle Alltäglichkeiten stehen neben scharfsichtigen Analysen des politischen Zeitgeschehens. Gerade in den schweren Zeiten des Naziregimes und des Exils waren sich beide Trost und Stütze.

 

März 2012

Friedrich Hölderlin:

Die Hymne ‚Andenken’
als Quintessenz seiner Reise nach Bordeaux

Eine Interpretation von Horst Zimmerman

Hölderlin ist im Winter 1801/1802 von Nürtingen nach Bordeaux gewandert. Thomas Knubben ist der Route zu Fuß gefolgt, auch im Winter, allein. Er wollte Neues herausfinden über Hölderlins „fatale Reise“, die zum „Wendepunkt im Leben und Schreiben des Dichters“ geworden sei. Die Erfahrungen auf seiner Winterreise, seine Erkundungen in Bordeaux, seine Spekulationen, was Hölderlin wieder zum Aufbruch getrieben hat, bietet Knubben in seinem Buch „Hölderlin. Eine Winterreise“ an.

Thomas Knubben kennt die Quellen. Er gleicht auch das genaue Bild Bordeaux’ in Hölderlins ‚Andenken’ mit der Wirklichkeit ab. Genau gelesen, bietet die Hymne aber überraschend neue Perspektiven. 1803/1804, von Nürtingen aus, vergegenwärtigt sich Hölderlin in ‚Andenken’, was im Leben bleibt. Und
er reflektiert die Grundstrukturen menschlicher Existenz. ? Eine getreue Interpretation legt das offen.

 

März 2012

Kinder feiern unser Jubiläum
mit einer muffel-furz-coolen
Olchi-Party

Von 10 – 14 Uhr feiern Kinder in der Buchhandlung Zimmermann in Nürtingen Jubiläum auf Olchi-Art.

Welches Kind möchte nicht endlich selbst gerne einmal ein Olchi sein, wenn etwa im Müllberg von Schmuddelfing nach Überraschungen gesucht werden kann oder wenn es darum geht, in den stinkigen Olchisocken versteckte Gegenstände nur durch Fühlen zu erraten. Alle großen und kleinen Olchis, Nicht- oder Noch-Nicht-Olchis sind herzlich dazu eingeladen.

Zur Stärkung gibt’s Schleime-Schlamm mit KrötenfurzDer Eintritt ist frei
Es ist (fast) alles erlaubt..

 

März 2012

Amore, Amore
Musikalische Lesung über die Liebe in Italien.

Reinhold Joppich liest
und Mario Di Leo spielt und singt

Es gibt dazu Wein und einen kleinen Imbiss.

Amore, Amore! Oh bella Italia! Das unsterbliche Thema der Literatur! Von tausend und einer Spielart ist erzählt worden, in unzählbaren Kulissen aller Herren Länder. Daraus präsentieren Reinhold Joppich und Mario Di Leo fünf betörende Liebesgeschichten. Der italophile Verleger, der in Rom arbeitete, liest Erzählungen von Italo Calvino (märchenhaft-grausam) und Rosanna Campo (geerdet und prosaisch endend), von Dario Fo, der burlesk nachgetragene Liebe und Verwirrungen anlässlich der Grablegeprozession seines Vaters schildert, von Alberto Moravia ? Verliebtheit macht hier buchstäblich blind – und Ermanno Cavazzoni, der Dominanz und Depression in einen skurril karikierenden Monolog packt.
Zwischen den Texten singt der Cantautore Mario Di Leo sehnsuchtsvoll und con amore über, richtig, l’amore, l’amore nell Italia, Italia. Zwei kongeniale Protagonisten, die zu Tränen rühren und das Zwerchfell erschüttern.

 

April 2012

Zu den Nürtinger Märchentagen:
Hans-Peter Zuther erzählt
das Märchen vom starken Hans

Als Hans zwei Jahre alt ist, wird er zusammen mit seiner Mutter entführt. Die Mutter muss den Räubern in der Räuberhöhle den Haushalt führen. Erst Jahre später können Hans und seine Mutter fliehen und mit einer Menge Gold zum Vater

zurückkehren.

Doch das ist erst der Anfang der Geschichte. Viele weitere Abenteuer und Bewährungsproben warten auf Hans.

Das Märchen erzählt, dass man Hindernisse und Widrigkeiten überwinden kann, und es macht Kindern Mut, nicht gleich aufzugeben. Es zeigt, dass es sich lohnt, für eine Sache zu kämpfen und an sich zu glauben.

 

Buch WelttagApril 2012

Zum Welttag des Buches laden wir ein zu:
„Lesevirus
– Achtung Ansteckungsgefahr!“

für Klassen der 4. + 5. Klassenstufe
vom 23. April – 4. Mai

in unseren Buchhandlungen in Nürtingen und Kirchheim

Wir bitten die Schulen um Anmeldung!

Den 23. April hat die UNESCO zum Welttag des Buches erklärt. Wir wollen Kinder der Jahrgangsstufen 4 und 5 in der Zeit vom 23. 4. – 4. 5. mit dem Lesevirus anstecken:

Unter dem Titel: „Lesevirus – Achtung Ansteckungsgefahr!“ stellen wir neue Kinderbücher
zum Thema Abenteuer, Phantasie, Pferde, Freundschaft,… vor und werfen einen Blick hinter die Kulissen einer Buchhandlung.

 

HannikelMärz 2012

Lukas Hartmann:
Räuberleben

Ein hochspannender Roman über
den Räuberhauptmann Hannikel
und das Räuberische im Menschen

Unter den Räubern, die Ende des 18. Jahrhunderts Angst und Schrecken verbreiteten, ist Hannikel einer der gefürchtetsten. Vor ihm zitterten im Schwarzwald und im Elsass Alt und Jung, bis zum letzten Kind. Nun ist er auf der Flucht, mit seinen Männern, mit Frauen und Kindern. Wo soll er für seine Sippe einen sicheren Ort finden? Jacob Schäffer, der Oberamtmann von Sulz, ist besessen von einer Mission: Räubern und Jaunern und Zigeunern das Handwerk zu legen. Nach einem Ehrenmord ist er Hannikel endlich auf der Spur – in Chur, in Graubünden wurde er gesichtet.
Wilhelm Grau, Schäffers Schreiber, ist bei der Jagd auf Hannikel von Anfang an dabei. Immer schwerer wird es ihm jedoch, diese Menschen bloß als Verbrecher zu sehen – besonders Dieterle, Hannikels elfjährigen Sohn.

 

März 2012

Bascha Mika:
Die Feigheit der Frauen

Rollenfallen und Geiselmentalität.
Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug.

Bascha Mikas Buch „Die Feigheit der Frauen“ ist eine Streitschrift, die mit weiblichem Verhalten kritisch ins Gericht geht, die den Selbstbetrug zeigt, dem Frauen heute unterliegen. Frauen, sagt Bascha Mika, fordern ein eigenes Leben und stolpern doch in selbstverschuldete Unmündigkeit. Sie reden von Selbstbestimmung und erliegen doch der Faszination traditioneller Rollen. Rhetorisch sind sie emanzipiert, doch in der Praxis versagen sie jämmerlich und bestärken die alte Geschlechterordnung. Freiwillig. Weil es bequem ist, weil Frauen Konflikte scheuen und davon profitieren. Frauen sind zu feige.

Die ehemalige Chefredakteurin der taz ist heute freie Publizistin und Honorarprofessorin an der Universität der Künste in Berlin. Sie polemisiert gegen die grassierende weibliche Geiselmentalität. Frauen, fordert sie, müssen den Mut entwickeln, dem selbst gewählten Rückfall in alte Rollenmuster zu widerstehen.

 

März 2012

Die Buchhandlung Zimmermann lädt zu ihrem
125-jährigen Jubiläum ein!

Rudolf Guckelsberger erzählt von
„Bücherwahn und Leselust“

Um ein paar jubilierende Bemerkungen kommen wir wohl nicht herum. Die wollen wir aber kurz halten.

Von unserer Geschäftsgrundlage, der Literatur, soll umso mehr die Rede sein: Von „Bücherwahn und Leselust“
wird Rudolf Guckelsberger plaudern.

Danach wollen wir gemeinsam feiern.

 

OlchiMärz 2012

Das marotte-Figurentheater spielt:
Die Olchis

nach dem Kinderbuch von Erhard Dietl

Vor einem Jahr, am 26. März 2011, kamen die Olchis höchst persönlich zu einer Mitmach-Veranstaltung in unsere Buchhandlungen – jetzt treten sie in einem Theaterstück des Marotte-Figurentheaters auf. Ganz die alten Schlawiner und Chaoten. Sie sind grün, stinken, schimpfen, fluchen, und wenn sie den Mund aufmachen, fallen die Fliegen
tot von den Wänden. Am liebsten essen sie Stinkesuppe und alte Latschen. Der Olchi-Opa baut mit seinem Enkel einen Teufelfurzmuffler. Sie wohnen auf der Müllhalde in Schmuddelfing. Was sie dort alles für spannende Abenteuer erleben, zeigt das marotte-Figurentheater Karlsruhe in seinen Vorstellungen.

Marotte ist es wieder gelungen, einen Kinderbuch-Klassiker mit seinen tollen Ideen aufleben zu lassen..
 

April 2012

Anna Katharina Hahn:
Am Schwarzen Berg
Roman

Ein Wiedersehen mit der Autorin von „Kürzere Tage

Ein Idyll im Landschaftsschutzgebiet und Stuttgart im Tumult der neuen Protestbewegung. Von seinem Balkon aus beobachtet Emil Bub, ein Lehrer kurz vor der Pensionierung, wie Peter, der Sohn seines Nachbarn, in sein Elternhaus zurückkehrt. Mia, Peters Freundin, ist mit den gemeinsamen Kindern verschwunden. Peter ist verzweifelt. ? Seit den Siebziger-Jahren leben Emil Bub und seine Frau Veronika am „Schwarzen Berg“. Ein verwilderter Garten und ein schlichtes, altes Haus werden für sie zum Refugium. Bis die Raus eines Tages das Nebenhaus kaufen. Die kinderlosen Bubs entdecken den kleinen Peter Rau als Wahlverwandten. Emil zieht Peter tief hinein in seinen Kosmos aus schwäbischer Gelehrsamkeit und gemäßigter Anarchie, in dessen Mittelpunkt der Romantiker Eduard Mörike steht. Einen Sommer lang kämpfen die Eltern Rau und die Nachbarn Bub um das Wohl des verzweifelten jungen Vaters.

 

Oktober 2012

Franz Kafka, Ein Bericht
für eine Akademie
Gelesen von Rudolf Guckelsberger

Mit dem „Urteil“, der „Verwandlung“ und dem „Brief an den Vater“ haben wir schon dreimal Wege zu Kafka gewiesen. Mit dem „Bericht für eine Akademie“ bieten wir ein weiteres Glanzstück kafkascher Erzählkunst an: Der Affe „Rotpeter“ will aus dem Käfig heraus. Der einzige Ausweg: er beschließt, als Mensch zu leben. Also ahmt er menschliche Verhaltensweisen nach (vorzugsweise Rauchen und Schnapstrinken), und er lernt rücksichtslos … So kann er sich zu einem gefeierten Varietékünstler entwickeln. Die Tragik seiner Evolution im Zeitraffer ist aber: Rotpeter kann sein Ziel nur erreichen, indem er seine Herkunft verdrängt! An das freie Leben als Affe kann er sich nicht mehr erinnern. Das Vergessen ist die Bedingung seines Erfolgs. Die groteske Anpassung des Affen an den Menschen ist im Kern eine bitterböse Satire auf die Errungenschaften des Homo sapiens. Rotpeter erkennt: er bleibt ein dressierter Affe. Aber der Mensch ist nichts anderes.

Das Buch:
Franz Kafka, Die großen Erzählungen. Suhrkamp TB 3622, 248 Seiten, € 7.50.

 

Oktober 2012

Professor Dr. Matthias Becher:

Otto der Große
Kaiser und Reich
Eine Biographie

In unseren Veranstaltungen zu großen deutschen Kaisern des Mittelalters, die wir mit Friedrich II. von Hohenstaufen und Friedrich I. Barbarossa begonnen haben, bieten wir, noch weiter in die deutsche Geschichte zurückblendend, jetzt die exemplarische Biographie Ottos des Großen. Prof. Dr. Matthias Becher, Ordinarius für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Bonn, hat auf dem aktuellen Stand der Forschung eine spannende Biographie des ersten Kaisers aus dem sächsischen Geschlecht der Luidolfingergeschrieben, in der Herrschaft, Gesellschaft und Kultur des 10. Jahrhunderts lebendig werden. Die Kaiserkrönung in Rom 962 ist die höchste Auszeichnung, die ein Laie im Diesseits erringen konnte. Otto herrscht da aber bereits seit 26 Jahren. Hinter ihm liegen schwerste Kämpfe – mit Familienangehörigen, mit Großen des Reichs und mächtigen Feinden, etwa 955 mit den Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld. Ein aufregendes Herrscherleben.

Das Buch:
Matthias Becher, Otto der Große. Kaiser und Reich. 332 Seiten, € 24.95

 

Oktober 2012

Das neue Buch von
Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer

„Digitale Demenz – Wie wir uns und
unsere Kinder um den Verstand bringen“

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer leitet die Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm. Er ist einer der bedeutendsten deutschen Hirnforscher, der zudem seine wissenschaftlichen Erkenntnisse außerordentlich unterhaltsam und anschaulich präsentieren kann.

Telefonnummern, Termine, historische Daten, Orte, was wir früher einfach im Kopf hatten, wird heute von Smartphones, Organizern und Navis abgerufen. Das birgt immense Gefahren, so der renommierte Neurodidaktiker. Wenn wir unsere Hirnarbeit auslagern, lässt das Gedächtnis nach. Professor Spitzer zeigt die Besorgnis erregende Entwicklung und die Interessen der Geräteindustrie auf und plädiert vor allem bei Kindern für Konsumbeschränkung, um der digitalen Demenz entgegenzuwirken.

Das Buch:
Manfred Spitzer, Digitale Demenz. € 19.99.

© Foto: privat

 

Oktober 2012

Hans-Peter Zuther erzählt
von den Kelten

Geeignet für Kinder von 7 – 11 Jahren

Hans-Peter Zuther wird Kindern von 7 – 11 Jahren und deren Familien und Freunden fachkundig und kurzweilig von der Welt der Kelten erzählen. Die bekanntesten Kelten sind sicher Asterix und Obelix. Aber wer waren die Kelten wirklich? Druiden, Händler, Künstler oder grausame Krieger? Die ersten Kelten  tauchten vor ungefähr 2500 Jahren in Europa auf. Sie bauten Siedlungen, verarbeiteten Eisen zu Werkzeugen und Waffen, bestellten ihre Felder und beteten zu düsteren Naturgöttern. Lange waren sie das vorherrschende Volk in Europa, bis sie schließlich von den Römern und danach von den Angeln und Sachsen vertrieben wurden. Großartige Funde geben uns Aufschluss über ihr Leben und ihre Kultur. Dass sie sogar in und um Nürtingen gelebt haben, zeigen archäologische Funde: die Viereckschanze im Kirchert, das Fürstengrab bei Hochdorf, der Heidengraben … Eine prima Ergänzung zur großen Keltenausstellung in Stuttgart.

Das Buch:
Martin Kuckenburg, Die Welt der Kelten. Entdeckungsbuch. Lesen - Erkunden - Verstehen, € 8.95

 

Oktober 2012

Thomas Hoppe:
Ein Ring für die Götter?

Der Silbertorques von Trichtingen

Vortrag zur großen Kelten-Ausstellung im Landesmuseum in Stuttgart

Im Landesmuseum in Stuttgart bietet die große Ausstellung „Die Welt der Kelten. Zentren der Macht – Kostbarkeiten der Kunst“ faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Herausragendes Objekt in der Ausstellung ist der Silbertorques von Trichtingen. Von ihm und der kühnen Frage ausgehend, ob das ein Ring für die Götter war, entwickelt Thomas Hoppe, der Kelten-Spezialist des Landesmuseums, ein Bild, das zweieinhalb Jahrtausende zurückreicht. Der Lebensraum der Kelten erstreckte sich vom Norden des heutigen Schottlands und von der Iberischen Halbinsel bis ins ferne Kleinasien. Sie erscheinen in zahlreichen antiken Schriftquellen, sie haben aber auch in unserer Gegend, vor unseren Augen deutliche Spuren hinterlassen: das Oppidum auf der Berg-Halbinsel hinter dem Hohenneuffen, Zeugnisse der Eisenverhüttung im Braunen Jura und, direkt vor unserer Haustür, im Kirchert, eine der geheimnisvollen Viereckschanzen.

Das Buch zur Ausstellung:
Bernhard Maier, Geschichte und Kultur der Kelten. 384 Seiten mit 80 Abbildungen und Karten, € 68.–

© Foto: H. Zwietasch: Ring von Trichtingen 1. Jh. v. Chr., Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

 

Oktober 2012

Zur Frankfurter Buchmesse

Seit Jahren ist es uns ein Vergnügen, unseren Kunden und Freunden er Welt größtes Medienereignis vor Ort zu vermitteln. Auf der Fahrt erfahren Sie, wie Sie sich auf dem weitläufigen Messegelände am besten zurechtfinden. Sie steigen vor den Messehallen aus und abends wieder dort ein. Bequemer geht’s nicht! Und preiswerter auch nicht! Sie können Ihre Lieblingsverlage aufsuchen. Oder erleben, wie Autoren Hof halten. Oder Ihren Hobbys nachspüren. Oder geschäftliche Informationen sammeln …
Es ist alles da: Literatur und Kunst und alle Wissenschaften. Prominenz und kleine Exoten. Und die digitale  Medienwelt obendrein. Übrigens: Offizieller Messegast in diesem Jahr ist Neuseeland.

 

Oktober 2012

Prof. Dr. Priscilla Hayden-Roy:
„Sparta et Martha”
Pfarramt und Ehe in Nürtingen zur Zeit Friedrich Hölderlins

Die Volkshochschule Nürtingen und die Buchhandlung Zimmermann laden gemeinsam ein zum Vortrag.

Der Titel „Sparta et Martha“ verweist auf die Erwartung, dass württembergische Pfarrer im 18. Jahrhundert in spartanischer Disziplin mit der Bestallung im Amt auch eine für den Beruf und das Vermögen vorteilhafte Ehe einzugehen hatten.„Sparta et Martha“ bezeichnet also die obligate Verquickung von Amt und Heirat. Als Modell solcher Lebensplanung dient die Familie des Nürtinger Diakons Köstlin, als Gegenmodell aus dem Umfeld Hölderlins dessen grandios gescheiterten Versuche, Amt und Ehe miteinander zu vereinbaren. Hölderlin selbst ist ein Paradebeispiel dafür. Mit drei Frauen, mit Louise Nast, mit Elise Lebret und Eberhardine Blöst wäre je für den Klosterschüler, den Studenten und den 33-jährigen Dichter eine Ehe denkbar gewesen, und auch die Mutter ließ nichts unversucht, den Sohn als Pfarrer zu sehen: aufgehoben im rechten Glauben und versorgt im Zustand einer frommen Ehe. Hölderlin hat sich diesem Zwang verweigert.

Das Buch:
P. Hayden-Roy, Sparta et Martha. 392 Seiten, € 34.80

 

Oktober 2012

Lesen macht Schule:
Aktuelle Schullektüren für die Klassenstufen 5 – 8
Einladung an Lehrerinnen und Lehrer an den weiterführenden Schulen

Die modernen Medien verändern das Lern- und Leseverhalten heutiger Kinder enorm. Dennoch werden diese Kinder immer noch mit schriftlichen Texten konfrontiert. Um Lesekompetenz vermitteln zu können, brauchen wir aber Lesestoff, der mit visuellen und elektronischen Medien konkurrieren kann. Als Buchhändler/innen lernen wir von unseren kleinen Kunden, welche Bücher begeistern und welche die Kinder zum Lesen bringen. Von diesen Erfahrungen möchten wir gerne den Lehrern und Lehrerinnen der weiterführenden Schulen berichten.  In der ersten Hälfte des Abends werden wir Schullektüren für die Klassen 5 – 8 vorstellen, für die auch pädagogische Arbeitsmaterialien zur Verfügung stehen. Danach laden wir herzlich zum Gespräch ein. Auf Tischen werden Bücher zu bestimmten Themen, z. B. Lektüre für Jungen eigens nochmals präsentiert.

 

November 2012

Gudrun Maria Krickl:
Brautfahrt ins Ungewisse
Lebenswege württembergischer Herzoginnen

Die Geschichtsschreiber sind ungerecht. Sie sind auf die Männer, auf die Mächtigen fixiert. Die Frauen bleiben oft ganz im Dunkeln. Auch den württembergischen Herzoginnen geschieht dieses Unrecht. Sechs von ihnen holt Gudrun Maria Krickl ins Licht. Jede einzelne bietet Stoff und Überraschungen im Übermaß. Da ist die italienische Renaissancefürstin Barbara Gonzaga, der an der Seite Eberhards im Bart eine kurze Zeit des Glücks beschieden ist, bevor sie die Hoffnung auf eine eigene Familie aufgeben muss. Oder Sabina von Bayern, die vor dem gewalttätigen Ehemann Ulrich die Flucht ergreift. Oder Anna Catharina von Salm-Kyrburg, oder Johanna Elisabeth von Baden-Durlach, die durch die Favoritin ihres Gatten Eberhard Ludwig rücksichtslos ins Abseits gedrängt wird, oder Franziska von Hohenheim, die als Mätresse Carl Eugens dann märchenhaft zur rechtmäßigen Herzogin aufsteigt. Das alles wird lebhaft und mit sicherem Gefühl für reizvolle Details erzählt.

Das Buch:
Gudrun Maria Krickl, Brautfahrt ins Ungewisse. Auf 319 Seiten reich bebildert, € 24.90

 

November 2012

Zimmermann's Literatur-Café
kombiniert mit einer kleinen Einführung in digitales Lesen

Zunächst in Nürtingen und einen Tag später in Kirchheim stellen wir Ihnen unsere Lieblingsbücher des Jahres 2012 vor.

Wie immer bieten wir Anregungen zu eigener Lektüre wie zu Geschenken für vielerlei Gelegenheiten. Unsere Empfehlungen sind so kritisch wie nötig und so kurzweilig wie möglich.

Danach laden wir Sie bei einem Glas Wein zu lustvollem Schmökern auf allen unseren Ebenen und zu lebhaften Gesprächen untereinander und über unsere Bücher ein.

 

November 2012 

Bücherhits für Kids
Gelesen und besprochen von unseren jungen Testlesern
und von Buchhändlerinnen unserer beiden Buchhandlungen

Gleiches Recht für junge Leser!
Auch Kinder- und Jugendbücher verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit. Welche sind das? – Das fragen wir die jungen Testleser unserer beiden Buchhandlungen. Ihr Urteil ist uns genauso wichtig wie das unserer erfahrenen Buchhändler/innen. Unsere Testleser und Testleserinnen sind zwischen 7 und 14 Jahre alt. Sie haben sich durch einen Berg neuer Kinder- und Jugendbücher hindurchgelesen und stellen an den beiden Abenden in Kirchheim und in Nürtingen ihre Lieblinge vor, Bücher, die sie anderen am liebsten empfehlen.

Alle, die an Kinder- und Jugendbüchern und alle, die an jungen Lesern Freude haben, also Geschwister, Eltern, Großeltern, Lehrer usw. sind herzlich zum Zuhören und zum Schluss zu einer gemeinsamen Pizza eingeladen.

 

November 2012

Elisabeth Kabatek und Susanne Schempp (Flöte) präsentieren:
Spätzleblues
Eine Lesung mit Musik und einer Prise Kabarett

Elisabeth Kabateks Stuttgarter Regionalromane sind Kult! „Laugenweckle zum Frühstück“ und „Brezeltango“ wurden auf Anhieb zu Bestsellern. Jetzt ihr neues Buch: Spätzleblues: Pipeline Praetorius mit dem Katastrophen-Gen, genannt Line, lebt in Stuttgart, der wildesten Stadt Deutschlands. Und sie hat es wieder einmal nicht leicht. Mit ihrem Freund Leon hat sie sich zwar versöhnt, doch der schafft noch bei Bosch in China. Auch ihr neuer Job in der Werbeagentur entpuppt sich als harte Nummer. Chefin Arminia ist offensichtlich verrückt. Kollege Micha ist zwar nicht verrückt, scheint aber ein anderes schwerwiegendes Problem zu haben. Lines türkischer Künstlerfreund Tarik hält sich selber für verrückt. Kein Wunder, dass sich Lines Katastrophen-Gen angesichts so vieler Turbulenzen praktisch vollautomatisch aktiviert und sie Leon damit fast in den Wahnsinn treibt. Eine Heldin zum Verzweifeln und zum Verlieben!

Das Buch:
Elisabeth Kabatek, Spätzleblues. 349 S.,€ 12.99

 

November 2012

Professor Dr. Peter von Möllendorff
und Rudolf Guckelsberger:

Platon, Das Trinkgelage
Einführung und Rezitation

In unserer Reihe:
„Weltliteratur, die Sie schon immer lesen wollten“

Platons Meisterdialog „Symposion“ wird meist verschämt mit „Gastmahl“ übersetzt. Im Griechischen bedeutet der Begriff aber „Trinkgelage“. Warum auch nicht! In dem berühmten Gelage, das der Dichter Agathon veranstaltet und an dem auch Sokrates teilgenommen hatte, gehen nämlich Sinnenfreude und Gedankenspiel, Abstraktion und Enthusiasmus, geistige Zucht und unbeschwerte Daseinslust eine für das klassische Griechenland typische Verbindung ein. Die Reden handeln vom Eros, von der sinnlichen, wie von der geistigen Liebe, die sich bis zur Idee des Schönen sublimiert. Für dieses philosophische Gespräch versammelt Platon die berühmtesten Männer Athens. Es gipfelt in der Rede des Sokrates vom Eros, einem dämonischen Mittelwesen zwischen Gott und Mensch. Es ist ein Augenblick gelöster Heiterkeit am Ende der klassischen Periode der griechischen Kultur, der bis ins 20. Jahrhundert nachwirkt.

Das Buch:
Platon, Das Gastmahl. Reclam. 126 Seiten, € 3.80

 

November 2012

Hanns-Josef Ortheil
stellt sein neues Buch vor:
„Das Kind, das nicht fragte“

In seinem neuen Roman erzählt Hanns-Josef Ortheil von dem jungen Benjamin Merz, der sich nicht traut, die anderen etwas zu fragen. In einer Familie mit vier älteren Brüdern aufgewachsen, sind ihm die Fragen und teilweise auch das Sprechen vergangen. So macht er sich auf die Suche nach guten Fragestellern und begegnet ihnen während der Beichte, im Kölner Zoo oder beim Philosophieunterricht. Von ihnen lernt er, eine eigene Fragetechnik zu entwickeln, zunächst für sich selbst, und später auch für sein weiteres Leben. Ortheil knüpft damit an die vorausgegangenen Romane „Die Erfindung des Lebens“, „Die Moselreise“ und „Liebesnähe“ an, die ihn zu einem der erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart gemacht und ihm unter vielen weiteren Preisen den Thomas-Mann-Preis, den Georg-K.-Glaser-Preis und jüngst den Elisabeth-Langgässer-Preis gebracht haben.

Das Buch:
Hanns-Josef Ortheil, Das Kind, das nicht fragte. 300 Seiten. € 21.99.

 

November 2012

Nele Neuhaus liest:
Böser Wolf
Ihr Kriminalroman Nr. 6 mit O. v. Bodenstein und P. Kirchhoff

Nele Neuhaus, der neue Star am Krimihimmel, hat einen märchenhaften Aufstieg hingelegt. Ihre ersten Bücher musste sie noch selbst verlegen und in ihrer Garage stapeln. Dann aber hat ein Verlag ihr Talent entdeckt. Ihr Roman „Schneewittchen muss sterben“ stand schon nach drei Tagen auf der Bestsellerliste. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Sie studierte Jura, Geschichte und Germanistik, arbeitete in einer Werbeagentur und kann schreiben, bodenständig, im Taunus, ohne Regionaltümelei, einfach weil sie dort wohnt. Ihr Ermittlerduo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein haben einen Mord zu klären. Ein Mädchen wurde aus dem Main gefischt. Die Spuren führen zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen wohl den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Inmitten braver Bürgerlichkeit tut sich ein Abgrund von Bösartigkeit und Brutalität auf.

Das Buch:
Nele Neuhaus, Böser Wolf. 400 Seiten, € 19.99.

 

November 2012

Das Marotte Figurentheater:
Der kleine Weihnachtsmann

Weit im Norden liegt, gut versteckt, das Dorf der Weihnachtsmänner. Alle Jahre wieder machen sie sich auf, die Kinder der Welt zu beschenken. Auch der kleine Weinnachtsmann freut sich auf die Reise zu den Kindern. Und wie! Immer ist er der erste, der seinen Schlitten geputzt, seine Stiefel poliert und die Geschenke sorgfältig verpackt hat.

Aber dann ist es doch wieder wie in jedem Jahr: Weil er so klein ist, nehmen ihn die großen Weihnachtsmänner nicht mit!
Da helfen auch keine Tränen!
Aber da gibt es ja noch die Tiere im Wald! Und so kommt in diesem Jahr alles ganz anders ….

Das Buch:
A. Stohner und H. Wilson, Der kleine Weihnachtsmann, € 12.90