Zimmermanns Kulturkalender 2011

 

Januar 2011
 

Im Dienste der Schwachen
Die Samariterstiftung zwischen Zustimmung, Kompromiss und Protest

Buchpräsentation am internationalen Holocaustgedenktag von
Dr. Hartmut Fritz, Vorstandsvorsitzender der Samariterstiftung und
Franka Rößner, Historikerin und Autorin

 

Januar 2011  

"Befriedet und beheimatet- Das Ende der Fremdheit"
Epheser 2, 11-22


Markus Lautenschlager, Pfarrer an der Stadtkirche
und Johannes Hilliges, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde

im Rahmen der Ökumenischen Bibelwoche 2011 der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Nürtingen

 

Februar 2011
 

Heinrich von Kleist:
Michael Kohlhaas

Dr. Horst Zimmermann
über den doppelten Boden
in Kleists Erzählung.

Der Michael Kohlhaas Heinrich von Kleists ist vorschnell zu einem sprichwörtlichen Querulanten abgestempelt worden, der in der Verfolgung seines Rechts blindwütig alle gesetzlichen Schranken niedertrampelt. Auch in der durchaus sehenswerten Inszenierung des Theaters Lindenhof, das Aufführungen für Schulklassen anbietet, wird zwar dem Text entlang der Konflikt von Macht gegen Recht leidenschaftlich diskutiert, doch wird auch da der doppelte Boden, den Kleist eingezogen hat, nicht sichtbar. Kleist hat das Schicksal des Kohlhaas benützt, um das revolutionäre Potential darzustellen, das sich im preußischen Staat gebildet hat. Er zeigt haargenau, wozu die Stein'schen und Hardenberg'schen Reformen dienen sollten. Ein hochpolitisches Lehrstück zur Zeitgeschichte also, in dem auch die geistliche Autorität in Gestalt Luthers radikal in Frage gestellt wird. Also: Genauere Interpretation tut Not! Noch ist Kohlhaas "Sternchenthema" im Abitur!

Februar 2011  

Erstklassig
Schulanfang leicht gemacht.

Der richtige Ranzen
Das richtige Pausenbrot
Die richtigen Bücher

20% Rabatt auf alle Ranzen und Sets
an diesem Tag!

Außer Modelle der Firma "ergobag".

Zwei Physiotherapeutinnen der BARMER zeigen,
auf was es beim rückengerechten Schulranzen
ankommt.

Februar 2011  

Helmut Zander:
Rudolf Steiner


Die Biografie zum 150. Geburtstag Rudolf Steiners

Zum 150. Geburtstag Rudolf Steiners am 27. 2. erscheint die lang erwartete Biografie. Auch das Kunstmuseum Stuttgart widmet ihm als einem der einflussreichsten, aber auch umstrittensten Reformer des 20. Jahrhunderts eine große Sonderausstellung. Das zeigt: Das Denken und die Ideen Rudolf Steiners sind heute so aktuell wie zu seinen Lebzeiten.
Man kann Schüler der Waldorfschulen sein, ohne an Reinkarnation zu glauben. Man kann die vielen Praxisfelder der Anthroposophie nutzen, aber man wird ihren Herzschlag nicht verstehen, wenn man nicht ihren Vater und Ideengeber kennt: Rudolf Steiner (1861 - 1925), das Kind aus einem Krähwinkel des Habsburgerreichs, wurde einer der großen Esoteriker des 20. Jahrhunderts. - Sein Biograf Helmut Zander ist Privatdozent für Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin und am Käte-Hamburger-Kolleg der Ruhr - Universität Bochum.
Er gilt als der Experte zum Thema.

Februar 2011  

Prof. Dr. Allan Guggenbühl
Kleine Machos in der Krise


Wie Eltern und Lehrer Jungen besser verstehen.

Zusammen mit dem Arbeitskreis PISA.

Wieso haben Jungen mehr Probleme mit der Schule? Wieso raufen sich Jungen? Was verbirgt sich hinter der coolen Maske so mancher "kleiner Helden"? Jungen und Mädchen sind verschieden, auch wenn dies ein ideologisch verbrämter Blick lange Zeit nicht wahrhaben wollte. Es gibt männliche und weibliche Eigenschaften, die auf den Einfluss der Gene und Hormone zurückzuführen sind und nicht nur auf das erzieherische Verhalten.

Dr. Allan Guggenbühl, Kinder- und Jugendpsychologe in Bern und Zürich, gewährt einen Blick in die Innenwelt der Jungen und zeigt, was sich - zu Hause und in der Schule - ändern muss, damit Jungen richtig, d. h. angemessen erzogen werden und die Probleme langfristig verschwinden. Wir brauchen auf jeden Fall eine Erziehung, die Geschlechtsunterschiede aufnimmt, nutzt und respektiert.

März 2011
 

Nürtingen in den
Dichtungen Hölderlins

Eine literarische Vergewisserung
mit Rudolf Guckelsberger
und Johannes Wördemann

Hölderlin und Nürtingen - hat Hölderlin seine Heimatstadt in seinem Werk überhaupt beim Namen genannt? Stuttgart, Heidelberg, Tübingen, Lindau, Bordeaux, die Städte der antiken Welt nennt er wie selbstverständlich. Der Name Nürtingens findet sich in keinem seiner Gedichte. Einmal, in der Variante eines Verses, hat er Nürtingen gemeint, aber sogar ein Kenner hat das der Geburtsstadt Laufen zugeschrieben. Man traut Nürtingen die Ehre nicht zu! Aber wenn es nur die Ehre wäre! Missverstandene Verse führten zu der Hypothek, die Nürtingen aufgeladen wurde mit der Behauptung, die Stadt habe den Dichter "ausgewiesen", er habe in Nürtingen nicht heimisch werden können.

Zweierlei will der Abend bewirken: er soll in getreuer Lesart schiefe Deutungen zurechtrücken, und er soll die Schönheit der Nürtinger Gedichte Hölderlins im Zusammenhang zeigen.

Darum bemühen sich zwei vorzügliche Sprecher.

März 2011
 

Das Marotte-Figurentheater spielt:
Michel in der Suppenschüssel


nach dem Kinderbuch von Astrid Lindgren

Für Kinder von 5-9 Jahren
Dauer: 50 Minuten

Ja, dieser Michel aus Lönneberga in Schweden! Er ist 5 Jahre alt und so stark wie ein kleiner Ochse. Wenn er schläft, sieht er aus wie ein kleiner Engel. Aber wenn er nicht schläft, hat er mehr Unsinn im Kopf, als das Jahr Tage hat. Er zieht seine Schwester Klein-Ida an der Fahnenstange hoch, gibt der Lehrerin einen dicken Kuss und steckt seinen Kopf in die Suppenschüssel - bis der Kopf festklemmt und seine Eltern Michel zum Doktor fahren müssen! Es vergeht kein Tag, an dem nicht einer stöhnt: oh, dieser Michel! Mama und Papa haben ihn aber trotzdem lieb, denn er tut das alles nur aus lauter Freude und damit auch alle anderen ein lustiges Leben haben.
Das Marotte-Theater macht daraus eine wunderbare Aufführung.

Astrid Lindgren wurde einmal gefragt, wie man Kinderbücher schreibt? Sie antwortete: "Man muss nur einfach selbst Kind gewesen sein. Und sich daran erinnern, wie es war."

März 2011  

Die Olchis kommen!
Eine Mitmach-Veranstaltung

Geeignet für Kinder von 6 - 9 Jahren
Die Teilnehmerzahl ist auf 60 begrenzt.

"Schleime-Schlamm und Käsefuß!" Kaum zu glauben, aber die Olchis gibt es wirklich: Sie kommen leibhaftig in unsere Buchhandlungen:

am Samstag, dem 26. März

Um 14 Uhr zuerst in unser Buchhaus in Kirchheim.

Um 16.15 Uhr dann in unser Buchhaus in Nürtingen.

Je 60 Kinder sind eingeladen weil die Olchis ein Mitmach-Theaterstück aufführen, bei dem es darum geht, olchige Gerüche zu erkennen, den Olchis Buchstaben und Zahlen beizubringen, zu singen und zu fluchen, dass die Müllkippe wackelt.

Mehr als 60 Kinder pro Aufführung schaffen die Olchis leider nicht. Deshalb besorgt Euch schnell die Karten!

Es gibt jede Menge Olchi-Bücher
vom Autor Erhard Dietl.

März 2011  

Prof. Dr. Herbert Henzler
Der Generationen-Pakt


Warum die Alten nicht das Problem,
sondern die Lösung sind

Immer weniger Berufstätige arbeiten für immer mehr Rentner. Dabei verbringen viele alte Menschen, die körperlich und geistig noch fit sind, Jahrzehnte in inaktivem Ruhestand. Das ruiniert unseren Sozialstaat. Herbert Henzler, langjähriger Unternehmens- und Politikberater, sowie der Politiker und Manager Lothar Späth machen erfrischende Lösungsvorschläge:
Heute geben, morgen nehmen: Neben Geld brauchen wir eine zweite Währung für die Altersvorsorge, nämlich Zeit. Für jede Stunde des Helfens wird eine Stunde gutgeschrieben, wenn man später Hilfe braucht.
Bürger und Profis - Hand in Hand: Wir brauchen eine neue Balance zwischen Profis und Bürgern, die Mitmenschen helfen. Dazu ein Dienstjahr für die Jungen und ein freiwilliges soziales Jahr für Senioren. Langes Leben ist nicht nur Geschenk, sondern auch Verpflichtung: Deshalb der Ausgleich zwischen den Generationen. Deshalb diese politische Agenda für den demographischen Wandel.

April 2011
 

Lew Tolstoj
Die Kreuzersonate


Gelesen von Rudolf Guckelsberger und Ulrike Götz

Lew Tolstoj
Sofja Tolstaja
Eine Frage der Schuld


Gelesen von Rudolf Guckelsberger und Ulrike Götz

In Tolstois "Kreutzersonate" wird ein innerlich zerrissener Mensch aus Eifersucht zu einer unfassbaren Tat getrieben. Die Schuld daran gibt er seiner Ehefrau. Die Geschichte schlug wie eine Bombe ein, weil Tolstoi darin eine irritierende Einstellung zur Ehe und zu Frauen offenbarte. Die Welt sah darin eine persönliche Abrechnung mit seiner Frau. - Die antwortete mit einem eigenen Roman: "Eine Frage der Schuld". Darin entwirft sie ein fatales Gegenbild: von Entfremdung, von Enttäuschungen, von schwindendem Vertrauen, von einem Abgrund, der ein Paar trennt. Zu ihren Lebzeiten hat sie ihren Roman nicht zu veröffentlichen gewagt. 1994 wurde er erstmals publiziert. - In einem weltliterarischen Rosenkrieg tritt jetzt Tolstois Erzählung in einen Dialog mit Sofja Tolstajas Ehedrama. - Damit sich beide Erzählungen entfalten können, bieten wir sie an zwei aufeinander folgenden Abenden mit Rudolf Guckelsberger und Ulrike Götz an.

April 2011
 

Das Marotte-Figurentheater spielt
Pettersson zeltet


Nach dem Buch von Sven Nordqvist

Geeignet für Kinder ab 5 Jahren

Findus, der Kater vom alten Petterson, hat noch nie in einem Zelt geschlafen. Klar, dass er endlich mal ausprobieren möchte, wie das ist. Und weil der alte Petterson auch gerade was ausprobieren möchte, nämlich seine selbst erfundene Flitzbogenwurfangel, beschließen die beiden, einen Ausflug in die Berge zu machen. Da können sie ein bisschen wandern, ein bisschen Barsche angeln und ein bisschen zelten. Warum aus dem Wandern nichts wird, warum Findus einen Barsch um den andern aus dem Wasser zieht, die geniale Flitzbogenwurfangel aber bei einem riesigen Hecht kläglich versagt, und warum das Zelten viel komplizierter wird, als sich Petterson das gedacht hat, das ist eine aufregende Geschichte, vor allem wegen der blöden Hühner, die partout auch mal ausprobieren wollen, wie das ist, in einem Zelt zu schlafen.
Eine Parade-Aufführung des Marotte-Theaters!

 

April 2011  

Arno Geiger liest aus:
"Der alte König in seinem Exil"

"Da mein Vater nicht mehr über die Brücke in meine Welt gelangen kann, muss ich hinüber zu ihm", schreibt Arno Geiger und erzählt in seinem tief berührenden Buch von einem Menschen, der trotz der Alzheimerkrankheit mit Vitalität, Witz und Klugheit beeindruckt. Im Alltag ist der Vater oft hellwach, aber seine Vergangenheit, sein Haus und seine Kinder hat er vergessen. So beginnt Arno Geiger, seinen Vater neu kennen zu lernen. Aus größter Nähe erzählt er sein Leben. - Es ist, trotz des unwiederbringlichen Verlusts, ein lichtes, lebendiges, oft komisches Buch. Und man versteht: Der Mensch bleibt ein Mensch mit seiner Vergangenheit, Eigenheit und Würde. Ein einzigartiger Bericht über ein Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden. Und ein Buch, das die Diskussion über das, was ein Leben lebenswert macht, von Grund auf verändern kann.

April 2011  

Rainer Gross liest aus:
"Grafeneck"

Buttenhausen, ein kleines Dorf auf der Schwäbischen Alb, nahe Grafeneck. Der leicht kauzige Hermann Mauser ist dort Grundschullehrer und ein leidenschaftlicher Hobby-Höhlenforscher. Auf einem seiner Ausflüge in die Unterwelt entdeckt er eine Leiche tief im Berg. Eine Leiche, mit der auch eine Jahrzehnte alte Vergangenheit wieder ans Tageslicht kommt. Über die hätten viele lieber geschwiegen. "Wir wissen von nichts. Hier in Buttenhausen ist kaum was passiert. Nazis haben wir keine gehabt, und die Juden waren schon weg." Aber es gibt Verbrechen, die nie verjähren, und es gibt Schuld, die niemand vergeben kann.
Hermann Mauser und sein Reutlinger Kommissar finden mühsam heraus, was sich damals ereignet hat. Davon sollen wir Heutigen erfahren, vor allem auch die Jüngeren. Deshalb ist dieser melancholische Krimi auch Sternchenthema bei den Prüfungen in den Realschulen im Jahr 2012 geworden.

April 2011  

Zum Welttag des Buches
starten wir unsere Bücher-Olympiade

für Klassen der 4. + 5. Klassenstufe
vom 2. - 13. Mai, zwischen 8 und 9 Uhr

Den 23. April hat die UNESCO zum Welttag des Buches erklärt. Wenn eine Weltorganisation unverrückbar für alle Jahre weltweit einen Welttag festlegt, kann man nix machen, wenn der Welttag ausgerechnet auf den Ostersamstag fällt und danach fröhliche Osterferien sind.

Das kann uns nicht drausbringen! Wir feiern in unseren Buchhandlungen im Anschluss einfach

  • eine Bücher-Olympiade
  • vom 2. - 13. Mai
  • für die 4. und 5. Klassenstufen.
  • Alle diese Klassen sind eingeladen.

Es gibt Wettbewerbe

  • im Alphabetisieren,
  • in Domino-Ralley mit Büchern,
  • in der Merkfähigkeit,
  • im Nachschlagen,
  • im Büchertransport.
  • Für die Sieger gibt's Preise.

Und für alle dieses Buch gratis. Solange der Vorrat reicht

Mai 2011
 

Professor Dr. Peter von Möllendorff
und Rudolf Guckelsberger:

Platons Apologie des Sokrates

Einführung und Rezitation

In unserer Reihe
"Weltliteratur, die Sie schon immer gerne lesen wollten!"

Im Jahre 399 v. Chr. stand Sokrates vor Gericht. Er war angeklagt wegen Frevels wider die Religion und Verführung der Jugend. Der Strafantrag lautete auf Tod. Die Apologie Platons überliefert drei durch Abstimmung der Richter getrennte Ansprachen: das eigentliche Plädoyer, den Gegenantrag, den Sokrates auf das Urteil hin stellen soll und das Schlusswort, mit dem er das Todesurteil kommentiert.
Sokrates weiß, dass es ihm nichts nützt, wenn er die Anklage widerlegt und zurückweist. Er hat sich mit seiner kritischen Haltung zu viele Feinde gemacht. Sokrates sieht sich vor Gericht, um für die Wahrheit zu zeugen, ja mehr: er ist die Verkörperung der Wahrheit. "Gehorchen aber werde ich dem Gott mehr als euch, und solange ich noch atme und es vermag, werde ich nicht aufhören, nach Wahrheit zu suchen und euch zu ermahnen . denn, so wisst nur, befiehlt es der Gott." - Die historisch bedingte Persönlichkeit des Sokrates wird zum Modell vorbildlichen Menschentums.

Mai 2011
 

Alex Capus
liest aus seinem Roman
Léon und Louise

Zwei junge Leute verlieben sich während des Ersten Weltkriegs an der Atlantikküste; dann reißt ein Fliegerangriff die beiden auseinander. Sie halten einander für tot. Léon heiratet, doch Louise, von leidenschaftlichem Temperament und unstillbarem Unabhängigkeitsdrang, geht ihren eigenen Weg - bis die beiden sich zufällig 1928 in der Pariser Métro begegnen.

Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. Er erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und großer Intensität von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von einem Paar, das sich auf märchenhafte Weise der Zeit widersetzt, gegen alle Konventionen an dieser Liebe festhält und ein eigensinniges, zuweilen unerhört komisches, zugleich verborgenes und allgemein bekanntes Doppelleben führt. Léon und Louise sind ein unvergessliches Paar unserer Gegenwartsliteratur.

Juli 2011
 

Kinderhochschule Nürtingen
Sommersemester 2011


Gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft Nürtingen.
5 Vorlesungen im Hörsaalgebäude in der Braike

Oktober 2011
 

Heinrich von Kleist:
Die heilige Cäcilie
oder Die Gewalt der Musik

Im Jubiläumsjahr Kleists
gelesen von Rudolf Guckelsberger

Eine Legende. Ihr Schauplatz: der Dom zu Aachen und ein Nonnenkloster, das der heiligen Cäcilie geweiht ist. Bilderstürmer wollen Dom und Kloster verwüsten. Mit Knüppeln stehen sie bereits in der Kirche, als plötzlich eine erhabene Messe erklingt. Die rüpelhafte Horde verstummt. Die Anführer fallen vor dem Altar nieder. Niemand anders als die heilige Cäcilie muss das Wunder bewirkt haben. Himmlische Töne besänftigen also den gottlosen Aufruhr - das ist die gute, die fromme Seite der Geschichte. Aber dann entwirft Kleist ein grausiges Gegenbild: die Gewalt der Musik treibt die Aufrührer auf der Stelle in den Wahnsinn. Noch in der Kirche und später im Irrenhaus stimmen sie Nacht für Nacht mit entsetzlichen und grässlichen Stimmen das gloria in excelsis an. Ist das die krankhafte Ausschweifung einer religiösen Idee? Will Kleist die stets mögliche Perversion des an sich Guten zeigen? Warnt er damit vor den Schrecken der Religion?

 

Oktober 2011  

Zur Frankfurter Buchmesse mit dem Omnibus

Seit Jahren ist es uns ein Vergnügen, unseren Kunden und Freunden der Welt größtes Medienereignis vor Ort zu vermitteln.
Auf der Fahrt erfahren Sie, wie Sie sich auf dem weitläufigen Messegelände am besten zurechtfinden. Sie steigen vor den Messehallen aus und abends wieder dort ein. Bequemer geht's nicht. Und preiswerter auch nicht!
Sie können Ihre Lieblingsverlage besuchen. Oder erleben, wie Autoren Hof halten. Oder Ihren Hobbys nachspüren. Oder geschäftliche Informationen sammeln.....
Es ist alles da: Literatur und Kunst und Wissenschaften. Prominenz und kleine Exoten. Und die digitale neue Medienwelt obendrein.
Übrigens: Offizieller Messegast in diesem Jahr ist Island.

 

Oktober 2011  

Die Volkshochschule Nürtingen
und die Buchhandlung Zimmermann
laden gemeinsam ein zum Vortrag von

Frau Prof. Dr. Sabine Doering:
Goethe und Hölderlin
Stationen einer komplizierten Beziehung


Die Präsidentin der Hölderlin Gesellschaft, Frau Prof. Dr. Sabine Doering von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, gibt Nürtingen die Ehre mit einem Vortrag über einen heiklen Abschnitt in Hölderlins Biografie:

Hölderlin ist Goethe nur wenige Male begegnet, und stets war er gehemmt und unsicher gegenüber dem Älteren und Berühmten. Später hat man Goethe oft vorgeworfen, Hölderlin verkannt oder ihn sogar bewusst erniedrigt zu haben. Auf der Grundlage einer detaillierten und unbefangenen Lektüre der Quellen wird der Vortrag eine neue Sicht auf das Verhältnis der beiden Dichter vorschlagen. Bei dieser Spurensuche wird auch von Schiller die Rede sein, durch den Hölderlin Goethe überhaupt erst kennenlernte. - Drei berühmte Dichter erscheinen so in spannungsvoller Konstellation.

Oktober 2011  

Paul Maar liest und zeichnet
Sams im Glück


Endlich: das Sams ist wieder da! Es lebt immer noch bei Herrn Taschenbier. Nur dass mittler - weile Jahre vergangen sind. Es sind schon zu viele Jahre. Das meint das ÜBERSAMS. Deshalb beordert es das Sams für immer zurück in die Sams-Welt. Doch das Sams denkt überhaupt nicht daran, diesem Befehl zu gehorchen. Es hat allerdings nicht mit der Sams-Regel Nummer 777 gerechnet. Die bestimmt, dass ein Mensch selbst zu einem Sams wird, wenn er länger als 15 Jahre, 15 Stunden und 15 Minuten mit einem Sams zusammen gelebt hat. -
Genau das droht aber jetzt Herrn Taschenbier. Die ersten Anzeichen stellen sich schon ein. Papa Taschenbier wird plötzlich ausgelassen, frech und fröhlich. Er redet nur noch samsig und reimt. Er frisst Bleistifte und plündert den Kühlschrank und kann sich anschließend an nichts mehr erinnern. -
Eine Samsgeschichte, witzig, originell und vom Autor persönlich erzählt und gezeichnet!

Oktober 2011  

Jörg Armbruster:
Der arabische Frühling

Als die islamische Jugend begann,
die Welt zu verändern

Wohin entwickeln sich die arabischen Staaten? Im Frühjahr 2011 hat die islamische Jugend begonnen, die alte politische Ordnung auf den Kopf zu stellen. Tunesien, Ägypten, Libyen, Jemen, Syrien, Bahrain - die Probleme in diesen Ländern ähneln sich, es herrschen politische Unterdrückung, Korruption, Folter der Polizei, Arbeits- und Perspektivlosigkeit der jungen Bevölkerung: Not ohne Ende! - Jörg Armbruster ist seit Jahren Auslandskorrespondent der ARD für den Nahen und Mittleren Osten. Er hat die Wucht des Aufstands in Ägypten und Libyen vor Ort miterlebt. Im Kontakt mit Organisatoren des Aufstands und mit Politikern, die vielleicht die Zukunft der Region mitbestimmen werden, fragt er: Wie wird es weitergehen? Wie verhalten sich die alten politischen Kräfte, das Militär, die Reichen, die alten Politiker, die viel zu verlieren haben? Vor allem: Kann der demokratische Aufbruch noch scheitern?


Das Buch:
J. Armbruster, Der arabische Frühling. 240 Seiten, € 16.80

Oktober 2011  

Lesen macht Schule:
Aktuelle Schullektüren
für die Primarstufe

Einladung an Lehrerinnen
und Lehrer an den Grundschulen

Welche Lektüre eignet sich für Ihre Klasse?
Was gibt es Neues auf dem Markt?
Welche Begleitmaterialien stehen zur Verfügung?
Wo ist fächerübergreifendes Arbeiten möglich?

Leseförderung spielt eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach geeigneten Kinderbüchern, die den Unterricht mit Materialien zum Text begleiten.

Wir stellen an dem Abend empfehlenswerte Klassenlektüren mit pädagogischen Arbeitshilfen vor. Dazu Weihnachtsbücher und andere Texte, die sich zum Vorlesen eignen, auf Thementischen präsentiert.

November 2011
 

Hans-Peter Zuther erzählt:
Abenteuer Antarktis

Scott und Amundsen
im Wettlauf zum Südpol

Ein Abenteuer sondergleichen: 1911, vor genau hundert Jahren brechen zwei Expeditionen vom Rand der Antarktis auf. Sie haben das gleiche Ziel: den Südpol zu erreichen und den Ehrgeiz, dabei den Preis zu holen, als Erste den Pol erreicht zu haben. So wird die Antarktis, die mit Temperaturen bis zu minus 90 Grad die lebensfeindlichste Region der Erde ist, zum Schauplatz eines dramatischen Wettlaufs zwischen dem Engländer Robert Scott und dem Norweger Roald Amundsen. Einer gewinnt. Er erntet den Ruhm. Der andere kommt in der Eiswüste um. Er bezahlt mit seinem Leben. Hans-Peter Zuther, von vielen Einladungen bei uns bestens bekannt, ist ein wunderbarer Erzähler, der eine so tragische Geschichte Kindern angemessen vermitteln kann. Er liest nicht vor. Er vermittelt die Geschichte in bester alter Erzähltradition, unmittelbar, mitreißend, wie einst alte Sagen erzählt wurden.

Das Buch:
Maja Nielsen, Scott und Amundsen. Das Rennen zum Südpol. € 12.95

November 2011  

Professor Dr. Knut Görich:
Friedrich Barbarossa
Eine Biographie

Der Zufall hatte dem Staufer Friedrich auf den Thron verholfen. Der Sohn König Konrads III. war bei dessen Tod zu jung, und so fiel die Wahl auf den Herzog von Schwaben, der als Kaiser Barbarossa unser Bild vom Mittelalter prägen sollte. Doch bewundern wir vielleicht nur ein Trugbild?
Knut Görich, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Uni München, befreit den Stauferherrscher aus den Ranken der Legenden und zeigt ihn als Genie des Ausgleichs im Umgang mit den Großen des Reiches. Er belegt auch, in welchem Maß Friedrich I. in allen seinen Handlungen auf die Wahrung und Mehrung seines eigenen Ranges und auf die Ehre des Reichsbedacht war. So entsteht das nuancierte Bild eines realen mittelalterlichen Menschen, das sich deutlich von den Projektionen unterscheidet, die von einer nationalistisch orientierten Geschichtsschreibung des 19. Jhdts. stammen und bis heute unser Bild des historischen Barbarossa trüben.


Das Buch:
K. Görich, Friedrich Barbarossa. 400 Seiten mit Abbildungen. € 24.95

November 2011  

Dr. Jan Bürger:
Schiller, Cotta, Suhrkamp –
das Deutsche Literaturarchiv in Marbach

Wir laden ein zu einem zunächst imaginären Besuch im Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Als Führer haben wir Dr. Jan Bürger gewonnen, den Leiter des neu eingerichteten Siegfried-Unseld-Archivs. Am Beispiel von Schillers Werken und am Beispiel des Cottaund Suhrkamp-Archivs als zentralen Kristallisationskernen des Marbacher Archivs wird Dr. Bürger über eine der bedeutendsten Literaturinstitutionen weltweit sprechen, die in ihren Sammlungen kostbarste Quellen der Literatur und Geistesgeschichte bewahrt. In Bildern bekommen Sie exzeptionelle Stücke zu sehen. Eine Brücke vom Gründungsjahr des Marbacher Archivs wird zum legendären Cotta-Archiv und zur Exilliteratur führen und von dort in logischer Folge zu Peter Suhrkamp und Siegfried Unseld und zu den jüngsten Kafka-Erwerbungen. - Wir hoffen, dass Dr. Bürger uns im Frühjahr auch in den Magazinen und Katakomben des Archivs persönlich empfängt..

November 2011  

 Bücherhits für Kids
Gelesen und besprochen von unseren jungen Testlesern, vom Leseclub der Buchhandlung und von unseren Buchhändlerinnen.

Welche Kinder- und Jugendbücher verdienen in diesem Jahr unsere besondere Aufmerksamkeit? Was lesen Kinder gern?

Die jungen Testleserinnen und Testleser unserer Buchhandlungen sind zwischen 7 und 14 Jahre alt. Sie haben sich in den letzten Monaten zusammen mit unseren Buchhändlerinnen durch einen Berg neuer Kinder- und Jugendbücher durchgelesen. Gemeinsam stellen sie an diesen Abenden in Nürtingen und in Kirchheim ihre Lieblinge vor: ihre Bücher des Jahres 2011, die sie anderen am liebsten empfehlen.

November 2011  

Zimmermann's
Literatur-Café

Zunächst in Nürtingen und einen Tag später in Kirchheim stellen wir unsere Lieblingsbücher des Jahres 2011 vor.

Wie immer bieten wir Anregungen zu eigener Lektüre wie zu Geschenken für vielerlei Gelegenheiten. Unsere Empfehlungen sind so kritisch wie nötig und so kurzweilig wie möglich, und wir verbinden damit eine freundliche Einladung zu anschließenden Gesprächen und zu lustvollem Schmökern auf allen unseren Ebenen.

November 2011  

Hans Gerlach über:
„Aromen und Gewürze“
Es gibt Probierhäppchen mit Wein

Ein herrlicher Duft wird unsere Buchhandlung durchziehen, und feine Aromen werden Sie in der Nase kitzeln: das Wasser wird Ihnen im Mund zusammenlaufen, wenn Hans Gerlach seine Gewürzmischungen zum Einsatz bringt und feine Leckereien für Sie zubereitet.

In seinem neuen Kochbuch gelingt es ihm, selbst Kochanfängern den richtigen Umgang mit Aromen und Gewürzen zu vermitteln und Mut zu kreativen Experimenten zu machen. In seinem kulinarischen Vortrag verrät er, wie man harmonisch-milde, frisch-aromatische, feurig-scharfe, mediterrane oder orientalische Akzente setzen kann. Wie man aus einfachen Grundrezepten immer wieder neue Gerichte zaubert, eigene Mischungen, aromatische Öle, Salze und Würzpasten herstellt. Freuen Sie sich auf einen Abend voller Sinneseindrücke, herrlicher Geschmackserlebnisse und neuer Ideen für die eigene Küche!


Das Buch:
Hans Gerlach, Aromen und Gewürze. 160 Seiten, € 19.95

Dezember 2011
 

Herbert Henzler:
Immer am Limit
Der Spitzenmanager von McKINSEY erinnert sich

Herbert Henzler hat unzählige Führungskräfte und Unternehmen ausgebildet und beraten. Er stand dem deutschen Büro von McKINSEY vor, bevor er Chairman für Europa wurde. Er war Berater von Ministern und Mitglied mehrerer Regierungskommissionen. Herbert Henzler nimmt uns als brillanter Netzwerker mit in die Zirkel der Entscheider und zeigt den Unterschied zwischen Strategiepapieren und dem Handeln der Menschen. Zugleich spiegelt seine Autobiografie einen Teil der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Sie bietet aber auch Erinnerungen an eine Jugend in Nürtingen, denn Herbert Henzler ist in Neckarhausen geboren. Wohin hat ihn sein Leben aber noch geführt? Zu einer Professur für Strategieberatung an die Uni München, in Aufsichtsräte von Weltfirmen und einmal im Jahr mit Reinhold Messner und großen Unternehmern zu alpinen Hochtouren. Wahrlich: ein Leben immer am Limit!

Das Buch:
Herbert Henzler, Immer am Limit. 320 Seiten, € 22.99

Dezember 2011  

„Der kleine König feiert Weihnachten“
marotte Figurentheater

Das beliebte MAROTTE-Figurentheater kommt auf unsere Einladung wieder nach Nürtingen und Kirchheim und spielt zum Jahresschluss eine Weihnachtsgeschichte für Kinder von 3 - 7 Jahren. Der kleine König feiert Weihnachten. Er kann es kaum erwarten, bis er das letzte Türchen in seinem Adventskalender öffnen darf. Doch bis das so weit ist, gibt es noch viel zu tun: Plätzchen backen, Geschenke einwickeln und natürlich auch Abenteuerliches beim Rodeln. Bis es endlich so weit ist. Diesmal wird der Heilige Abend ein ganz besonderes Fest. Fröhliche Weihnachten, kleiner König!

Das Buch:
Hedwig Munck, Der kleine König feiert Weihnachten. 44 Seiten. € 9.95